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Treffen mit den Lehrern am 02.11. 2025 in Kakuma

Nov. 16, 2025Berichte

Lehertreffen in Kakuma

Lehrertreffen in Kakuma

Treffen mit den Lehrern am 02.-03.11. 2025 in Kakuma

Alle 17 Lehrer konnten kommen. Auch Imani war dabei, die im Mutterschutz ist. Valerie brachte ihre kleine Princess mit. James hielt durch, der gerade unter Malaria Medikation war.

Mehrere Lehrer kannte ich noch nicht. Vom alten Stamm waren noch Isaac, Elias und John Gathkuot dabei. Besonders freuten wir uns über Kunda. Er gehörte zur ersten Savio Club Gruppe in Holy Cross, die Faraja mit Namdi leitete. Und jetzt ist Kunda selbst Lehrer des Savio Clubs. Er erzählte, wie entscheidend ihn die beiden Jahre im
Savio Club geprägt haben.
Später traf ich William, auch er ein ehemaliger Savio Club-Schüler, der mit großer Dankbarkeit davon erzählte und jetzt die Highschool besuchen wird.
Wir schickten einen Gruß an Father Jose, den Vater dieses Projekts und an Mercy Gathoni und Petronilla, unsere beiden Supervisorinnen vor Lucy.

Alle Lehrer waren sehr zufrieden und brachten ihre Dankbarkeit über dieses Projekt zum Ausdruck. Mehrfach hieß es, dass 2025 das beste Jahr von allen sei.

Man war sehr zufrieden darüber, dass die Absprache von unserem Gespräch in 2024 eingehalten worden ist und dass jetzt nur Kinder der zweiten Klasse aufgenommen werden. Sie haben die Möglichkeit, zwei Jahre zu bleiben und das zeigt sich jetzt in ihrem zweiten Jahr darin, dass sie alle sehr gute Fortschritte im Schreiben und Lesen vorzuweisen haben.
Als sehr hilfreich wurde der Einsatz der kleinen Lesehefte beurteilt. Die Kinder lesen gerne, lesen gut, haben eine gute Aussprache entwickelt. In Ericks Gruppe John Bosco bilden sie kleine Gruppen, die einen Leiter haben. Beim Lesen sitzen immer zwei zusammen. Jeder hat seinen Lesepaten.
James schreibt kleine Dialoge nach biblischen Motiven, die die Kinder aufführen.
Jetzt waren alle glücklich, dass die Kinder Schreibhefte erhalten hatten. Unterricht, ohne dass die die Möglichkeit zu schreiben haben, ist wenig erfolgreich.

Nicht nur die Fortschritte im Lesen und Schreiben wurden gewürdigt, sondern noch mehr geschätzt wurden die Veränderungen im Verhalten der Kinder in Hinsicht auf höfliches Benehmen und auf die Bereitschaft zusammenzuarbeiten, miteinander zu teilen. Winny erwähnte, dass Mädchen und Jungen miteinander spielen, das wohl keine Selbstverständlichkeit ist. Von Eltern hörten sie oft Komplimente und große Dankbarkeit.

Glücklich sind die Lehrer darüber, dass sie Kekse und Milch nicht mehr selbst zu ihrer Station bringen müssen. Auch dies ein Ergebnis unseres Treffens 2024. Die Nahrungsmittel werden jetzt mit dem Auto der Pfarrgemeinde transportiert.

Nach Einteilung der Flüchtlinge in Kategorien und der daraus entstehenden Not haben wir uns entschlossen, Milch dreimal die Woche zu verteilen. Das ist auf große Begeisterung gestoßen. Erstens ist die Milch wichtig für die Ernährung der Kinder und zweitens ist sie eine große Motivation, zum Unterricht zu kommen. Die Zahl der Fehltage ist dadurch wesentlich kleiner geworden. Einige berichteten allerdings, dass an den Tagen Dienstag und Donnerstag Kinder fehlen, weil sie wissen, dass es dann keine Milch gibt. Die Gruppe um Erick macht es so, dass sie offen lässt, an welchem Tag es Milch gibt. Das hat zur Folge, dass die Kinder regelmäßig kommen.
Bei zwei Fehltagen werden die Eltern kontaktiert. Eine Gruppe verlangt, dass die Eltern mit ihren Kindern kommen und sie persönlich entschuldigen.

Sehr gut gefallen hat mir, welche Haltung den Kindern gegenüber in den Beiträgen mehrerer Lehrer zum Ausdruck kam. Angel erzählte, dass er sich von den Kindern motiviert fühlt. Ihr Lerneifer, ihre Freude, ihr Gemeinschaftssinn begeistern ihn.
Isaac berichtete von einem Kind, das krank wirkte, blass, müde, schwitzig. Nach Milch und Keksen war es wie umgewandelt. Hunger allein war die Ursache
Ein Mädchen erschien immer bedrückt, eingeschüchtert. Die häusliche Situation war der Grund. Ein Gespräch mit der Stiefmutter half.
Das Thema Strafe, Disziplin spielte keine Rolle. Stöcke, die ich in den ersten Jahren in Aktion sah, seien höchstens als Zeigestock in Gebrauch.

Alfons per Whatsup