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Alfons Nowak bei den Bosco Boys

Nov. 19, 2025Berichte

Bei den Bosco Boys

Bei den Bosco Boys

Bei den Bosco Boys in Langata

Liebe Freunde,
ein Brief von Father Bernard von den Bosco Boys hatte Irritationen bei uns ausgelöst. Es kamen Vorstellungen auf, dass die Bosco Boys in Langata, wo sie ihren Drogenentzug durchmachen, wie in einem Gefängnis gehalten werden.

Davon ist nichts wahr. Kern des Missverständnisses ist, dass die Mauer zum Nachbargrundstück, die schon immer da war, jetzt mit einem Stacheldraht bewehrt wurde. Und um das Haus herum wurde eine Kamera Überwachung eingerichtet, die 24 Stunden eingeschaltet ist.
Für Kenia ein normaler Vorgang. Die Kriminalitätsrate ist leider sehr hoch und jetzt unter angespannten wirtschaftlichen Bedingungen und dadurch, dass die Regierung selbst kriminelle Gruppen für sich einsetzt, umso schlimmer geworden.

Auch in Langata war es immer wieder zu Diebstählen gekommen. Ehemalige Bosco Boys waren dabei beteiligt. Zum eigenen Schutz wurden daher diese Maßnahmen ergriffen. Ein Nebeneffekt ist, auf den Father Bernard abzielte, dass es nun für Bosco Boys, die abhauen wollen, schwieriger ist, über die Mauer zu gelangen. Es gibt niemanden, der die Kameraüberwachung ständig im Auge hätte. Sie ist hilfreich, um eventuelle Diebe hinterher zu identifizieren.

Im übrigen ist das große Gelände, auf dem sich auch das Seminar für Theologiestudenten Utume befindet, mit einem Zaun umgeben und es gibt einen Wachmann, der das Tor öffnet. Wer abhauen will, kann es leicht tun.
Jetzt konnte ich selber beobachten, wie einfach es wäre. Es sind Ferien, und die neu aufgenommenen Bosco Boys in Langata gehen tagsüber zum Feriencamp nach Kuwinda. Das ist eine Strecke von ungefähr 4 km. Freiwillige Helfer aus der Slowakei gehen mit. Aber jederzeit könnte sich jemand aus dem Staub machen. Die Zahl der Gebliebenen ist nach der Anfangsphase stabil.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass unsere Sorgen unberechtigt waren, und dass ich meine, dass hier weiterhin eine gute Arbeit geleistet wird zum Wohle der Straßenjungen.

Alfons Nowak, 19.11.2025