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Alfons Nowak bei den Bosco Boys

Alfons Nowak bei den Bosco Boys

Alfons Nowak bei den Bosco Boys

Bei den Bosco Boys

Bei den Bosco Boys

Bei den Bosco Boys in Langata

Liebe Freunde,
ein Brief von Father Bernard von den Bosco Boys hatte Irritationen bei uns ausgelöst. Es kamen Vorstellungen auf, dass die Bosco Boys in Langata, wo sie ihren Drogenentzug durchmachen, wie in einem Gefängnis gehalten werden.

Davon ist nichts wahr. Kern des Missverständnisses ist, dass die Mauer zum Nachbargrundstück, die schon immer da war, jetzt mit einem Stacheldraht bewehrt wurde. Und um das Haus herum wurde eine Kamera Überwachung eingerichtet, die 24 Stunden eingeschaltet ist.
Für Kenia ein normaler Vorgang. Die Kriminalitätsrate ist leider sehr hoch und jetzt unter angespannten wirtschaftlichen Bedingungen und dadurch, dass die Regierung selbst kriminelle Gruppen für sich einsetzt, umso schlimmer geworden.

Auch in Langata war es immer wieder zu Diebstählen gekommen. Ehemalige Bosco Boys waren dabei beteiligt. Zum eigenen Schutz wurden daher diese Maßnahmen ergriffen. Ein Nebeneffekt ist, auf den Father Bernard abzielte, dass es nun für Bosco Boys, die abhauen wollen, schwieriger ist, über die Mauer zu gelangen. Es gibt niemanden, der die Kameraüberwachung ständig im Auge hätte. Sie ist hilfreich, um eventuelle Diebe hinterher zu identifizieren.

Im übrigen ist das große Gelände, auf dem sich auch das Seminar für Theologiestudenten Utume befindet, mit einem Zaun umgeben und es gibt einen Wachmann, der das Tor öffnet. Wer abhauen will, kann es leicht tun.
Jetzt konnte ich selber beobachten, wie einfach es wäre. Es sind Ferien, und die neu aufgenommenen Bosco Boys in Langata gehen tagsüber zum Feriencamp nach Kuwinda. Das ist eine Strecke von ungefähr 4 km. Freiwillige Helfer aus der Slowakei gehen mit. Aber jederzeit könnte sich jemand aus dem Staub machen. Die Zahl der Gebliebenen ist nach der Anfangsphase stabil.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass unsere Sorgen unberechtigt waren, und dass ich meine, dass hier weiterhin eine gute Arbeit geleistet wird zum Wohle der Straßenjungen.

Alfons Nowak, 19.11.2025

Treffen mit den Lehrern am 02.11. 2025 in Kakuma

Treffen mit den Lehrern am 02.11. 2025 in Kakuma

Treffen mit den Lehrern am 02.11. 2025 in Kakuma

Lehertreffen in Kakuma

Lehrertreffen in Kakuma

Treffen mit den Lehrern am 02.-03.11. 2025 in Kakuma

Alle 17 Lehrer konnten kommen. Auch Imani war dabei, die im Mutterschutz ist. Valerie brachte ihre kleine Princess mit. James hielt durch, der gerade unter Malaria Medikation war.

Mehrere Lehrer kannte ich noch nicht. Vom alten Stamm waren noch Isaac, Elias und John Gathkuot dabei. Besonders freuten wir uns über Kunda. Er gehörte zur ersten Savio Club Gruppe in Holy Cross, die Faraja mit Namdi leitete. Und jetzt ist Kunda selbst Lehrer des Savio Clubs. Er erzählte, wie entscheidend ihn die beiden Jahre im
Savio Club geprägt haben.
Später traf ich William, auch er ein ehemaliger Savio Club-Schüler, der mit großer Dankbarkeit davon erzählte und jetzt die Highschool besuchen wird.
Wir schickten einen Gruß an Father Jose, den Vater dieses Projekts und an Mercy Gathoni und Petronilla, unsere beiden Supervisorinnen vor Lucy.

Alle Lehrer waren sehr zufrieden und brachten ihre Dankbarkeit über dieses Projekt zum Ausdruck. Mehrfach hieß es, dass 2025 das beste Jahr von allen sei.

Man war sehr zufrieden darüber, dass die Absprache von unserem Gespräch in 2024 eingehalten worden ist und dass jetzt nur Kinder der zweiten Klasse aufgenommen werden. Sie haben die Möglichkeit, zwei Jahre zu bleiben und das zeigt sich jetzt in ihrem zweiten Jahr darin, dass sie alle sehr gute Fortschritte im Schreiben und Lesen vorzuweisen haben.
Als sehr hilfreich wurde der Einsatz der kleinen Lesehefte beurteilt. Die Kinder lesen gerne, lesen gut, haben eine gute Aussprache entwickelt. In Ericks Gruppe John Bosco bilden sie kleine Gruppen, die einen Leiter haben. Beim Lesen sitzen immer zwei zusammen. Jeder hat seinen Lesepaten.
James schreibt kleine Dialoge nach biblischen Motiven, die die Kinder aufführen.
Jetzt waren alle glücklich, dass die Kinder Schreibhefte erhalten hatten. Unterricht, ohne dass die die Möglichkeit zu schreiben haben, ist wenig erfolgreich.

Nicht nur die Fortschritte im Lesen und Schreiben wurden gewürdigt, sondern noch mehr geschätzt wurden die Veränderungen im Verhalten der Kinder in Hinsicht auf höfliches Benehmen und auf die Bereitschaft zusammenzuarbeiten, miteinander zu teilen. Winny erwähnte, dass Mädchen und Jungen miteinander spielen, das wohl keine Selbstverständlichkeit ist. Von Eltern hörten sie oft Komplimente und große Dankbarkeit.

Glücklich sind die Lehrer darüber, dass sie Kekse und Milch nicht mehr selbst zu ihrer Station bringen müssen. Auch dies ein Ergebnis unseres Treffens 2024. Die Nahrungsmittel werden jetzt mit dem Auto der Pfarrgemeinde transportiert.

Nach Einteilung der Flüchtlinge in Kategorien und der daraus entstehenden Not haben wir uns entschlossen, Milch dreimal die Woche zu verteilen. Das ist auf große Begeisterung gestoßen. Erstens ist die Milch wichtig für die Ernährung der Kinder und zweitens ist sie eine große Motivation, zum Unterricht zu kommen. Die Zahl der Fehltage ist dadurch wesentlich kleiner geworden. Einige berichteten allerdings, dass an den Tagen Dienstag und Donnerstag Kinder fehlen, weil sie wissen, dass es dann keine Milch gibt. Die Gruppe um Erick macht es so, dass sie offen lässt, an welchem Tag es Milch gibt. Das hat zur Folge, dass die Kinder regelmäßig kommen.
Bei zwei Fehltagen werden die Eltern kontaktiert. Eine Gruppe verlangt, dass die Eltern mit ihren Kindern kommen und sie persönlich entschuldigen.

Sehr gut gefallen hat mir, welche Haltung den Kindern gegenüber in den Beiträgen mehrerer Lehrer zum Ausdruck kam. Angel erzählte, dass er sich von den Kindern motiviert fühlt. Ihr Lerneifer, ihre Freude, ihr Gemeinschaftssinn begeistern ihn.
Isaac berichtete von einem Kind, das krank wirkte, blass, müde, schwitzig. Nach Milch und Keksen war es wie umgewandelt. Hunger allein war die Ursache
Ein Mädchen erschien immer bedrückt, eingeschüchtert. Die häusliche Situation war der Grund. Ein Gespräch mit der Stiefmutter half.
Das Thema Strafe, Disziplin spielte keine Rolle. Stöcke, die ich in den ersten Jahren in Aktion sah, seien höchstens als Zeigestock in Gebrauch.

Alfons per Whatsup

Positionspapier des Netzwerks Globaler Süden vom August 2025

Positionspapier des Netzwerks Globaler Süden vom August 2025

Positionspapier des Netzwerks Globaler Süden vom August 2025

Wichtige Info

INFO BRIEF

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Ladislaus Ludescher, ich bin Wissenschaftler an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main.

Ich schreibe Ihnen im Namen eines Netzwerks, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf die dramatische mediale und politische Vernachlässigung des Globalen Südens aufmerksam machen zu machen.

Wir haben ein Positionspapier ausgearbeitet, das von einem breiten Bündnis von über 1.300 Personen aus dem akademischen Bereich unterzeichnet wurde, darunter ca. 750 Professorinnen und Professoren. Zu den Unterzeichnenden gehören auch Privatdozentinnen und Privatdozenten, Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, Doktorandinnen und Doktoranden, Wissenschaftliche Mitarbeitende, Lehrpersonal sowie weitere Unterstützende wie Medienschaffende. Die Unterstützenden vertreten wissenschaftliche Fachrichtungen wie beispielsweise Agrarwissenschaft, Anthropologie, Ethik, Geschichte, Geografie, Gesundheitswesen, Klimawissenschaft, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Kulturwissenschaften, Philosophie, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie, Sprachwissenschaften, Theologie, Wirtschaftswissenschaften sowie weitere Disziplinen.

Unterzeichnet wurde das Papier außerdem von etwa 150 wissenschaftlichen Institutionen und Nichtregierungs- sowie Hilfsorganisationen.

Zu den Unterzeichnenden des Papiers gehören zum Beispiel:

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Aleida Assmann (Kulturwissenschaften, Universität Konstanz / Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels (mit Jan Assmann) 2018)

Prof. Dr. Roger Blum (von 1989 bis 2010 Professor für Medienwissenschaft und Institutsdirektor des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Bern / ehemaliger Präsident des Schweizer Presserats / ehemaliger Präsident der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen in der Schweiz / ehemaliger Ombudsmann der SRG Deutschschweiz)

Dr. Daniel Dahm (CEO, United Sustainability Group / Councillor, World Future Council / DIN Standards Committee Finance NaFin / Member, Club of Rome, German Association)

Prof. Dr. Dr. med. Sabine Gabrysch (Professur für Klimawandel und Gesundheit, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) / Heidelberger Institut für Global Health, Ruprecht-Karls Universität Heidelberg)

Prof. Dr. Edeltraud Günther (Director, Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES), United Nations University, Dresden / Professur für BWL, insbesondere Nachhaltigkeitsmanagement

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ulrich Hemel (Direktor a.D., Weltethos-Institut Tübingen / Direktor, Institut für Sozialstrategie)

Prof. em. Dr. Christoph Heusgen (Universität St.Gallen (HSG), Co-Vorsitzender des St.Gallen Symposiums, ehemaliger Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, ehemaliger Deutscher Botschafter bei den Vereinten Nationen, ehemaliger Diplomatischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel)

Prof. Dr. Reinhard Loske (Witten Lab, Universität Witten/Herdecke / Vorstand der Right Livelihood Foundation, Stockholm)

Prof. Dr. Axel Kroeger (Zentrum für Medizin und Gesellschaft (ZMG), Albert-Ludwigs-Universität Freiburg / Research and Training in Tropical Diseases (TDR/WHO), World Health Organization (WHO), Genf)

Dr. Heinz-Rudolf Othmerding (ehem. Auslandschef der Deutschen Presse-Agentur (dpa))

Prof. Dr. Thomas Pogge (Deutsche Gesellschaft für auswärtige Politik, Yale Philosophy Department, Paris School of Economics)

Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Rektorin, Wissenschaftskolleg zu Berlin / Prof. i.R., Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, Historisches Seminar, Universität Münster)

Herwig Sturm (Altbischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, ehemaliger Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ))

Prof. Dr. Gerhard Trabert (Arzt, Professor für Sozialmedizin und Sozialpsychiatrie, 1. Vorsitzender des Vereins Armut und Gesundheit in Deutschland, Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten 2022)

Ranga Yogeshwar (Wissenschaftsjournalist, Autor)

Zu den unterzeichnenden Institutionen und Organisationen gehören zum Beispiel:

Academics Stand Against Poverty ASAP

Bischöfliche Aktion Adveniat e.V.

Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie e.V.

Evangelische Landeskirche Hessen-Nassau (EKHN)

Evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW)

Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln

Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V.

humedica e.V.

INA – Initiative Nachrichtenaufklärung e.V.

jesuitenweltweit Deutschland (Nürnberg)

KOO – Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung

MISEREOR

Stiftung Menschen für Menschen. Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe

VGDH (Verband für Geographie an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen e.V.)

Wissenschaftskolleg zu Berlin

World Future Council

World Vision Österreich

Hinzu kommt VENRO (Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V.), der als Dachorganisation ca. 140 entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisationen (NRO) vertritt.

Eine Übersicht aller Unterstützenden (1. Personen, 2. Organisationen) ist dieser Nachricht beigefügt.

Neben dem Positionspapier finden Sie anbei auch eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung, ebenso für einen inhaltlichen Austausch, insbesondere auch mit Medienredaktionen.

Mit besten Grüßen
Ladislaus Ludescher

Die Hauptverfasser des Positionspapiers sind:

Dr. Thorolf Lipp (Filmemacher, Medienanthropologe)
lipp@arcadia-film.de

Dr. Ladislaus Ludescher (Germanistisches Seminar, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg / Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik, Goethe-Universität Frankfurt am Main)
ladislaus.ludescher@gs.uni-heidelberg.de
Untersuchungsergebnisse: https://de.ejo-online.eu/author/ladislaus-ludescher

Internetseite: www.ivr-heidelberg.de

Prof. Dr. Hermann Rotermund (Soziologe, Medienwissenschaftler)
hr@weisses-rauschen.de
Internetseite: https://weisses-rauschen.de/

Dr. Ladislaus Ludescher
Germanistisches Seminar
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Hauptstr. 207-209
69117 Heidelberg
E-Mail-Adresse: ladislaus.ludescher@gs.uni-heidelberg.de

Internetseite: www.ivr-heidelberg.de

Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main

Historisches Institut
Universität Mannheim
L 7, 7
68161 Mannheim

 

 

Kurzfassung-Positionspapier-Globaler-Sueden