+49 2368 960 5888 info@kakumahilfe.de

Lucy Macharia über den Fortbildungstag der Lehrer

Lucy Macharia über den Fortbildungstag der Lehrer

Lucy Macharia über den Fortbildungstag der Lehrer am 30.06.2025 in Kakuma

Am 30. Juni führte der Savio Club einen Fortbildungstag von 9 bis 15 Uhr für unsere Lehrer in den Räumen des Don-Bosco-Zentrums im Lager durch. Der Dozent war Br. Titus Mwau, ein Mitglied der Salesianer Gemeinschaft.

Es ging um Prinzipien der Bildung, um Management im Klassenzimmer und um die Planung der Unterrichtsstunden.

Das von den Salesianern von Don Bosco übernommene Präventive System wurde dem Repressiven System gegenübergestellt. Das Präventive System steht auf drei Säulen:

  • Einsicht – Meine Entscheidung muss einer Einsicht in die Sinnhaftigkeit entspringen.
  • Religion – Glaubenslehre, Besinnung auf die zu respektierenden Werte gehören in diesem System dazu.
  • Liebevoller Umgang – Ein respektvoller, herzlicher Umgang miteinander ist die Basis einer erfolgreichen Erziehung.

Das Ziel der Erziehung ist das Heranbilden guter und verantwortungsvoller Bürger.

Beim Repressiven System steht das Gesetz im Vordergrund. Welche Regeln gibt es, wie sind sie zu beachten?

Management im Klassenzimmer war das zweite Thema der Fortbildung. Der Lehrer sollte die Kontrolle behalten, indem er klare Erwartungen an die Schüler formuliert. Die vereinbarten Regeln sollten konsequent eingehalten werden. Es geht darum, einen Raum des Lernens zu schaffen, indem sich alle Schüler wohlfühlen.

Planung der Unterrichtsstunden war das dritte Thema. Jede Unterrichtsstunde muss vom Lehrer vorher geplant sein. Unvorbereitet sollte kein Lehrer in den Unterricht gehen.

Br. Titus nutzte seinen Laptop und die Übertragung auf den Fernsehschirm, um den Lehrern seine Notizen zu zeigen. Er erklärte jeden Punkt ausführlich und machte ihn durch Beispiele anschaulich.

Anschließend wurde die Gruppe geteilt. Beide Gruppen erhielten ein Thema, über das gesprochen wurde. Nach der Diskussion stellte ein Teilnehmer der Gruppe das Ergebnis des Gesprächs vor. Br. Titus ergänzte die Beiträge.

Alle Teilnehmer waren begeistert von diesem Fortbildungstag.

Unruhen in Kenia

Unruhen in Kenia

Unruhen in Kenia

Wichtige Info

Unruhen in Kenia

Liebe Freunde, wie ihr vielleicht schon gehört habt, wird Kenia erneut von Unruhen erschüttert. Der 7. Juli, der Jahrestag der blutig niedergeschlagenen Proteste vom letzten Jahr, war Anlass für erneute Demonstrationen. Die von Präsident Ruto versprochenen Reformen haben nicht stattgefunden. Erneut endeten die friedlichen Proteste in Gewaltorgien durch die Polizei mit Toten und Verletzten. Besonders erschreckend ist, dass auf Seiten der Polizei bezahlte maskierte Horden die Gewalt anstacheln.

In einem Bericht, der zum Teil auch in der Tagesschau gesendet wurde, berichtete Karin Bensch, die aus Horneburg stammt, von den Unruhen. Erschüttern ist ihr Bericht von einem Treffen von Frauen, deren Kinder getötet wurden, in einem Gebäude der Menschenrechtskommission. Das Gebäude wurde von einer der erwähnten Horden gestürmt. In einem Video ist zu sehen, wie ein Soldat den Randalierern das Tor öffnet. Die versammelten Frauen stoben auseinander, fürchteten um ihr Leben. Verletzt wurde zum Glück niemand. Das Ziel, Angst und Schrecken zu verbreiten, war erreicht.

Alfons Nowak, 9.7.2025

Bericht zum Gospelgottesdienst

Bericht zum Gospelgottesdienst

Bericht zum Gospelgottesdienst

Gospelgottesdienst

Liebe Freunde, 

Am Sonntag, 6. Juli 2025, fand in der Arche in Recklinghausen ein Gottesdienst statt unter Mitwirkung des Arche Gospel Chors unter seinem Leiter Reinhard Buskies. Die Leitung des Gottesdienstes lag bei Frau Pfarrerin Gunhild Vestner, der im Januar ausgeschiedenen Leiterin der Telefonseelsorge Recklinghausen.

Es war eine mitreißende Feier durch die mit  Begeisterung vorgetragenen Lieder des Gospel Chors. Ich fühlte mich wie in dem ersten Gospel Mighty Wind beschrieben. – Wie in einem Strom, der neue Hoffnung schafft. – Ich durfte von unseren Savio Club Kindern erzählen und von der großen Not, die jetzt im Flüchtlingslager Kakuma herrscht, nachdem Präsident Trump alle Hilfen für USAID eingestellt hat. Die eingesammelte Kollekte erbrachte die unglaublich hohe Summe von 980 €.

Wir sagen allen Spendern, dem Gospel Chor, Reinhard Buskies und Gunhild Vestner unseren herzlichen Dank im Namen aller Kinder in Kakuma, die dadurch eine Linderung ihrer Not erfahren.

Alfons Nowak

Unruhen in Kenia

Info von Alfons Nowak

Info von Alfons Nowak

Wichtige Info

Liebe Freunde,

das Leben in Kakuma geht weiter. Auch wenn wir uns nicht vorstellen können, wie die Menschen mit so wenig Nahrung auskommen.

In ihrem neuen zweiwöchentlichen Bericht kann Lucy uns berichten, dass die Kinder jetzt täglich Kekse und dreimal in der Woche Milch bekommen! Für die Kinder bedeutet das eine bedeutende Verbesserung ihrer Situation. Dank dafür an jeden von  euch, der dafür gespendet hat!

Ich stelle mir immer wieder vor, wie die Kinder mit diesem unerwarteten Segen wohl umgehen. Erzählen sie ihren Eltern und Geschwistern davon? Oder behalten sie die gute Nachricht lieber für sich?  Sie wissen genau, dass ihre Brüder und Schwestern, die nicht zum Savio Club gehören, nicht von dieser Zusatznahrung profitieren.

Werden sie versuchen, einen Teil dessen, was sie bekommen, nach Hause mitzunehmen? – Ich weiß, dass die Sorge für die Familie für Afrikaner eine selbstverständliche Pflicht ist!

Hellen, unsere Lehrerin in der Dominic Savio Gruppe in Kalobeyei, hat sich entschlossen, mit ihren Kindern in ihre Heimat, den Süd Sudan, zurückzukehren. Wir wünschen ihr dafür alles Gute!

Ich bin sicher, dass sich eine größere Anzahl von Flüchtlingen jetzt entschließen wird, in die Heimat zurückzukehren. Nachdem die gewisse ausreichende Versorgung im Flüchtlingslager weggefallen ist, werden sie den Schritt in eine ungewisse Zukunft in ihrem zerstörten Land eher wagen.

Wasser bleibt ein großes Problem in Kakuma. Die Station Mary Help of Christians liegt weit im Lagerinneren. Sie ist ohne direkte Wasserversorgung und die Menschen müssen weit laufen, um an Wasser zu kommen.

Von der Station St. Stephen, die in der Nähe des Flusslaufes liegt, hören wir, dass der Laga Hütten weggerissen hat und Menschen umgesiedelt werden mussten. Dadurch ist die Zahl der Savio Club Kinder dort leicht gesunken.

Die weltpolitische Lage ist angespannt und gefährlich. Der Einstieg der USA in den Krieg zwischen Israel und dem Iran wird die Lage des WFP – World Food Programme – zuständig für die Nahrungsversorgung in den Flüchtlingslagern, weiter verschlechtern, fürchte ich.

Wir tun, was wir können. Auch wenn es wenig ist, so hält es zumindest 1.000 Kinder bei Kräften und vermittelt Hoffnung, ihnen und ihren Familien!

Herzlichen Dank euch allen!

Euer Alfons Nowak

24.06.2025