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10 Jahre Savio Club

10 Jahre Savio Club

10 Jahre Bosco Boys

10 Jahre Bosco Boys

Bild 1 Wir feiern 10 Jahre Savio Club

Bild 2 Mutter und Vater, Mercy Gathoni und Fr Jose.

Bild 3 Wir sind in Nairobi. Lucy, unsere jetzige Supervisorin kann leider nicht dabei sein. Kevin Ariba vertritt sie.

Bild 4 Petronilla, die zweite Supervisorin nach Mercy.

Bild 5 Lucy freut sich in Kakuma mit Lehrern und Schülern mit uns.

Alfons Nowak bei den Bosco Boys

Alfons Nowak bei den Bosco Boys

Alfons Nowak bei den Bosco Boys

Bei den Bosco Boys

Bei den Bosco Boys

Bei den Bosco Boys in Langata

Liebe Freunde,
ein Brief von Father Bernard von den Bosco Boys hatte Irritationen bei uns ausgelöst. Es kamen Vorstellungen auf, dass die Bosco Boys in Langata, wo sie ihren Drogenentzug durchmachen, wie in einem Gefängnis gehalten werden.

Davon ist nichts wahr. Kern des Missverständnisses ist, dass die Mauer zum Nachbargrundstück, die schon immer da war, jetzt mit einem Stacheldraht bewehrt wurde. Und um das Haus herum wurde eine Kamera Überwachung eingerichtet, die 24 Stunden eingeschaltet ist.
Für Kenia ein normaler Vorgang. Die Kriminalitätsrate ist leider sehr hoch und jetzt unter angespannten wirtschaftlichen Bedingungen und dadurch, dass die Regierung selbst kriminelle Gruppen für sich einsetzt, umso schlimmer geworden.

Auch in Langata war es immer wieder zu Diebstählen gekommen. Ehemalige Bosco Boys waren dabei beteiligt. Zum eigenen Schutz wurden daher diese Maßnahmen ergriffen. Ein Nebeneffekt ist, auf den Father Bernard abzielte, dass es nun für Bosco Boys, die abhauen wollen, schwieriger ist, über die Mauer zu gelangen. Es gibt niemanden, der die Kameraüberwachung ständig im Auge hätte. Sie ist hilfreich, um eventuelle Diebe hinterher zu identifizieren.

Im übrigen ist das große Gelände, auf dem sich auch das Seminar für Theologiestudenten Utume befindet, mit einem Zaun umgeben und es gibt einen Wachmann, der das Tor öffnet. Wer abhauen will, kann es leicht tun.
Jetzt konnte ich selber beobachten, wie einfach es wäre. Es sind Ferien, und die neu aufgenommenen Bosco Boys in Langata gehen tagsüber zum Feriencamp nach Kuwinda. Das ist eine Strecke von ungefähr 4 km. Freiwillige Helfer aus der Slowakei gehen mit. Aber jederzeit könnte sich jemand aus dem Staub machen. Die Zahl der Gebliebenen ist nach der Anfangsphase stabil.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass unsere Sorgen unberechtigt waren, und dass ich meine, dass hier weiterhin eine gute Arbeit geleistet wird zum Wohle der Straßenjungen.

Alfons Nowak, 19.11.2025

Treffen mit den Lehrern am 02.11. 2025 in Kakuma

Treffen mit den Lehrern am 02.11. 2025 in Kakuma

Treffen mit den Lehrern am 02.11. 2025 in Kakuma

Lehertreffen in Kakuma

Lehrertreffen in Kakuma

Treffen mit den Lehrern am 02.-03.11. 2025 in Kakuma

Alle 17 Lehrer konnten kommen. Auch Imani war dabei, die im Mutterschutz ist. Valerie brachte ihre kleine Princess mit. James hielt durch, der gerade unter Malaria Medikation war.

Mehrere Lehrer kannte ich noch nicht. Vom alten Stamm waren noch Isaac, Elias und John Gathkuot dabei. Besonders freuten wir uns über Kunda. Er gehörte zur ersten Savio Club Gruppe in Holy Cross, die Faraja mit Namdi leitete. Und jetzt ist Kunda selbst Lehrer des Savio Clubs. Er erzählte, wie entscheidend ihn die beiden Jahre im
Savio Club geprägt haben.
Später traf ich William, auch er ein ehemaliger Savio Club-Schüler, der mit großer Dankbarkeit davon erzählte und jetzt die Highschool besuchen wird.
Wir schickten einen Gruß an Father Jose, den Vater dieses Projekts und an Mercy Gathoni und Petronilla, unsere beiden Supervisorinnen vor Lucy.

Alle Lehrer waren sehr zufrieden und brachten ihre Dankbarkeit über dieses Projekt zum Ausdruck. Mehrfach hieß es, dass 2025 das beste Jahr von allen sei.

Man war sehr zufrieden darüber, dass die Absprache von unserem Gespräch in 2024 eingehalten worden ist und dass jetzt nur Kinder der zweiten Klasse aufgenommen werden. Sie haben die Möglichkeit, zwei Jahre zu bleiben und das zeigt sich jetzt in ihrem zweiten Jahr darin, dass sie alle sehr gute Fortschritte im Schreiben und Lesen vorzuweisen haben.
Als sehr hilfreich wurde der Einsatz der kleinen Lesehefte beurteilt. Die Kinder lesen gerne, lesen gut, haben eine gute Aussprache entwickelt. In Ericks Gruppe John Bosco bilden sie kleine Gruppen, die einen Leiter haben. Beim Lesen sitzen immer zwei zusammen. Jeder hat seinen Lesepaten.
James schreibt kleine Dialoge nach biblischen Motiven, die die Kinder aufführen.
Jetzt waren alle glücklich, dass die Kinder Schreibhefte erhalten hatten. Unterricht, ohne dass die die Möglichkeit zu schreiben haben, ist wenig erfolgreich.

Nicht nur die Fortschritte im Lesen und Schreiben wurden gewürdigt, sondern noch mehr geschätzt wurden die Veränderungen im Verhalten der Kinder in Hinsicht auf höfliches Benehmen und auf die Bereitschaft zusammenzuarbeiten, miteinander zu teilen. Winny erwähnte, dass Mädchen und Jungen miteinander spielen, das wohl keine Selbstverständlichkeit ist. Von Eltern hörten sie oft Komplimente und große Dankbarkeit.

Glücklich sind die Lehrer darüber, dass sie Kekse und Milch nicht mehr selbst zu ihrer Station bringen müssen. Auch dies ein Ergebnis unseres Treffens 2024. Die Nahrungsmittel werden jetzt mit dem Auto der Pfarrgemeinde transportiert.

Nach Einteilung der Flüchtlinge in Kategorien und der daraus entstehenden Not haben wir uns entschlossen, Milch dreimal die Woche zu verteilen. Das ist auf große Begeisterung gestoßen. Erstens ist die Milch wichtig für die Ernährung der Kinder und zweitens ist sie eine große Motivation, zum Unterricht zu kommen. Die Zahl der Fehltage ist dadurch wesentlich kleiner geworden. Einige berichteten allerdings, dass an den Tagen Dienstag und Donnerstag Kinder fehlen, weil sie wissen, dass es dann keine Milch gibt. Die Gruppe um Erick macht es so, dass sie offen lässt, an welchem Tag es Milch gibt. Das hat zur Folge, dass die Kinder regelmäßig kommen.
Bei zwei Fehltagen werden die Eltern kontaktiert. Eine Gruppe verlangt, dass die Eltern mit ihren Kindern kommen und sie persönlich entschuldigen.

Sehr gut gefallen hat mir, welche Haltung den Kindern gegenüber in den Beiträgen mehrerer Lehrer zum Ausdruck kam. Angel erzählte, dass er sich von den Kindern motiviert fühlt. Ihr Lerneifer, ihre Freude, ihr Gemeinschaftssinn begeistern ihn.
Isaac berichtete von einem Kind, das krank wirkte, blass, müde, schwitzig. Nach Milch und Keksen war es wie umgewandelt. Hunger allein war die Ursache
Ein Mädchen erschien immer bedrückt, eingeschüchtert. Die häusliche Situation war der Grund. Ein Gespräch mit der Stiefmutter half.
Das Thema Strafe, Disziplin spielte keine Rolle. Stöcke, die ich in den ersten Jahren in Aktion sah, seien höchstens als Zeigestock in Gebrauch.

Alfons per Whatsup