Bericht in der Recklinghäuser Zeitung vom 10.08.2026
Bericht in der Recklinghäuser Zeitung vom 10.08.2026
Bild 1 Solaranlage als Energiequelle für die Pumpe
Der Nordwesten Kenias, die Heimat der Turkana, wo sich das Flüchtlingslager Kakuma befindet, ist eine Halbwüste. Wasser ist entscheidend für das Überleben. Traditionell kennt man hier keine Landwirtschaft. Turkana sind Hirten, die von ihren Herden leben, Ziegen, Schafe und in geringerer Zahl auch Kamele.
Bild 2 Wassertank
Mit ein wenig Wasser blüht die Wüste auf und es lassen sich Gemüse und Früchte aufziehen. Am 10. August 2026 berichtet die Recklinghäuser Zeitung über ein Bewässerungsprojekt in dieser Region als Beitrag zum Eindämmen der Ausbreitung der Dürre und um den Menschen eine neue Nahrungsquelle zu erschließen.
Bild 3 Holzspäne zur Verbesserung der Bodenqualität
Schon seit Jahren betreiben die Salesianer im Flüchtlingslager ein Gartenbauprojekt, das junge Flüchtlinge darin unterrichtet, unter extremen Wetterbedingung erfolgreich Gartenprodukte zu ernten. Zum einen ein wichtiger Beitrag zur Bereicherung des Nahrungsangebots durch Gemüse, zum anderen ein wichtiger Beitrag, um Stämmen, die als Hirten leben, die Landwirtschaft nahezubringen (siehe Fotos 1-7).
Bild 4
Ein nicht leichtes Unterfangen, jemandem der gewohnt ist, mit seinem Vieh durchs Land zu ziehen, schmackhaft zu machen, Land zu bebauen. Das heißt, am Ort zu bleiben, sich täglich um die Bewässerung der Pflanzen zu kümmern, Schutzzäune gegen die alles vertilgenden Ziegen und Schafe zu errichten. Dann muss gelernt werden, was man mit dem Gemüse anfangen kann, wie muss es zubereitet werden. Außerdem muss es einem auch schmecken. Die Geschmacksknospen müssen sich umstellen. – Auch wir Deutsche, wir begeisterte Kartoffelesser, brauchten eine Zeit, um auf den Geschmack zu kommen. –
Bild 5 Jeder Student ist verantwortlich für sein Stück Land
Die Gruppe der Burundier ist es von ihrer Heimat gewohnt, Gartenbau zu betreiben. Sie werden auch in Kakuma aktiv und legen Felder mit verschiedenen Gemüsesorten an (Foto 10). Als erstes graben sie nach Wasser und haben eine Technik entwickelt, das Grabeloch durch ein Korbgeflecht abzustützen (Foto 11). Gefährlich bleibt ihr Unternehmen allemal und dann trifft man häufig auf salziges Wasser (Foto 12). Das Beispiel für ein abenteuerliches, hochgradig leichtsinniges Unternehmen habe ich voller Schrecken bei meinem letzten Besuch gesehen und hoffe sehr, dass meine Warnung befolgt wird, niemals in diese einsturzgefährdete Grube zu steigen (Foto 13).
Bild 6 Experiment Fischzucht
Mit der Bewässerung alleine ist es nicht getan. Es geht um ein Programm, das in die Kultur einer ganzen Menschengruppe eingreift und sie in ihrem Verhalten grundlegend verändern will. Junge Menschen lernen schneller als ältere. Mein Vorschlag ist, die Kinder, die unseren Savio Club besuchen und die häufig zu Hirtenvölkern gehören, während ihrer Zeit bei uns, in das Gartenbauprojekt der Salesianer zu führen und sie dafür zu begeistern.
Alfons Nowak, 10.08.2026
Bild 7 Maisernte ist möglich
Bild 10 Burundier ziehen Gemüse in Eigenintiative
Bild 11 Korbgeflecht zum Schutz beim Aushub des Brunnens
Bild 12 Enttäuschung, das Wasser ist salzig
Bild 13 Lebensgefährliche Konstruktion










