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Savio Club – ‚Kitchen Gardening‘ – ‚Einen Küchengarten für jeden‘

Savio Club – ‚Kitchen Gardening‘ – ‚Einen Küchengarten für jeden‘

Savio Club – ‚Kitchen Gardening‘ – ‚Einen Küchengarten für jeden‘

Kitchen Gardening

Der Savio Club in Kakuma hat unter der Leitung von Lucy Macharia begonnen, das Interesse an Garten und Landwirtschaft konkret zu fördern. Mit Boniface haben sie einen Lehrer aus dem Gartenbau-Projekt der Salesianer gefunden, der die Gruppen des Savio Clubs in ein einfach zu handhabendes ‚Küchengarten-Projekt‘ einweist.

Den Grundstock bildet ein kräftiger großer Sack aus Plastik. Dieser wird mit Erde und Steinen gefüllt. Die Steinewerden mit Hilfe eines unten offenen Gefäßes, das immer weiter nach oben gezogen wird, in die Mitte platziert. Drumherum wird die Erde angefüllt. Die Steine haben den Sinn, das Gießwasser nach unten zu leiten, während die oberen Partien des Sacks direkt durch Begießen der Erde getränkt werden. Auf diese Weise kann man das so kostbare Wasser sehr sparsam verwenden.

In den Sack werden kleine Löcher gebohrt, 1-2 cm tief, in Abständen von 15-20 cm. In die Löcher werden mit dem Finger ein oder zwei vorgewässerte Samen gelegt. Zwei für den Fall, dass ein Samen nicht aufgeht.

Okra, Spinat und Sukuma Wiki, eine Art Grünkohl und überall in Kenia serviert, sind den Kindern als Samen zur Verfügung gestellt.

Wir werden weiter darüber berichten und Fotos von dem hoffentlich kräftigen Wachstum beifügen. Hier erst einmal Fotos vom Unterricht der Kinder. Das Projekt wurde bisher nur in den Gruppen in Kakuma begonnen. In Kalobeyei ist die Wasserknappheit so groß, dass man kein Wasser übrig hat zur Wässerung von Pflanzen.

Alfons Nowak, 13.10.2026

Dürre – So leben Menschen anderswo – Teil 3

Dürre – So leben Menschen anderswo – Teil 3

Dürre – So leben Menschen anderswo – Teil 3

Dürre

Dürre – So leben Menschen anderswo – Teil 3

Die Situation ist dramatisch. Der so dringend erwartete Regen bleibt aus. Der Norden Kenias leidet unter einer bisher nicht gekannten Dürre. Eine Auswirkung des El Nino-Phänomens. Gras verdorrt. Ernten fallen aus. Menschen und Tiere hungern. Vieh verdurstet.

In Peters Dorf Barpello in Ost-Pokot fördert der Brunnen noch Wasser. Außerhalb finden Tiere und Menschen Reste von Wasser hinter den vom Staat aufgeschobenen Dämmen, die das Regenwasser auffangen sollen. Aber es gibt kein Gras mehr. Kühe verhungern.

Peter brauchte Gras zum Abdichten des Daches seiner Küche, aber er findet keins. Für sich selbst beklagt er sich nicht, sieht aber um sich herum Menschen, die dringend Hilfe benötigen.

Wir alle hoffen auf Regen. Gleichzeitig muss man die Befürchtung haben, dass der durch das El Nino-Geschehen monatelang zurückgehaltene Regen als Starkregen niederkommt, der zu verheerenden Überschwemmungen führen kann.

Fotos – Letztes Wasser hinter den Dämmen.

Alfons Nowak, 5.10.2026

 

Wir sagen Danke

Wir sagen Danke

Herzlichen Dank!

Herzlichen Dank allen unseren Spendern an dieser Stelle! Nur durch Euch können wir das leisten, was wir tun. Nur durch Euch bekommen unsere 1.000 Savio Club Kinder Unterricht und ihre Mahlzeit, Milch und Kekse.

Nur durch Euch können Jungen in Nairobi von der Straße geholt werden. Nur durch Euch werden junge Frauen zu Friseurinnen, Näherinnen und anderen Berufen ausgebildet und können dadurch ihre Familien ernähren.

Heute gilt unser besonderer Dank dem Verin Step by Step aus Münster, der uns mit 5.000 € unterstützt hat. Damit konnten wir Milch, Kekse und die Gehälter von unseren Lehrern und unserer Supervisorin für ein Quartal bezahlen.

Gleicher Dank gilt der Nikolaus-Groß-Stiftung der KAB Münster, die uns 1.000 € gespendet hat. Die Gehälter für den Oktober sind damit bezahlt.

Alfons Nowak, 28.09.2026

Ein Haus bauen – So leben Menschen anderswo Teil 2

Ein Haus bauen – So leben Menschen anderswo Teil 2

Ein Haus bauen – So leben Menschen anderswo Teil 2

Bau der Küche

Kochen und Wohnen – So leben Menschen anderswo

Das Haus steht. Als nächstes baut Peter die Küche. Er beeilt sich, damit Stancy, seine Frau, auch bei Regen kochen kann. Regen wird dringend erwartet. Ost-Pokot leidet unter einer Dürre.

  • F
  • Fotos Bau der Küche

Zum Kochen und zum Waschen braucht man Wasser. Morgens gegen 6 Uhr holt Peter und abends holt Stancy 40 Liter Wasser aus der Wasserstelle. Diese wird von einem Bohrloch gefüllt. Das ganze Dorf Barpello, einschließlich des Viehs, hängen von dieser Wasserstelle ab. Mittags ist die Wasserstelle leer und wird zum Abend gefüllt.

  • Fotos Wasser holen und Fotos Bohrloch

Trinkwasser wird abgekocht. Zum Kochen und Waschen brauchen sie das Wasser, wie sie es aus der Wasserstelle holen. Hier sieht man Stancy, die Bohnen kocht. Bohnen und Mais sind die Grundnahrungsmittel. Ugali ist der Kenianer Lieblingsgericht. Es ist gekochtes Maismehl. In der Regel wird Sukuma Wiki dazu gegessen, ein herb schmeckender Grünkohl.

  • Fotos Kochen und Wohnen

Alle Fotos stammen von Peter Kukat und werden mit ausdrücklicher Genehmigung von ihm und seiner Frau verwendet.

Alfons Nowak, 28.09.2026

Ein Haus für die Familie

Ein Haus bauen – So leben Menschen anderswo

Ein Haus bauen – So leben Menschen anderswo

Ein Haus bauen – So leben Menschen anderswo

Der Grundriss steht

Ein Haus bauen – So leben Menschen anderswo

Vorweg möchte ich euch sagen, dass dieser Bericht und die Veröffentlichung der Fotos von Peter Kukat aus Barpello in Ost-Pokot, Kenia ausdrücklich erwünscht und erlaubt worden ist.

2014, bei meinem zweiten Besuch in Kenia, besuchte ich Ost-Pokot zusammen mit Sr. Loina. Eine

 

Woche fuhr ich mit ihr in den Busch zu den medizinischen Konsultationen. Am letzten Tag schaffte sie es, mit Peter vorzustellen. Von weit her ließ sie ihn holen. Er hielt sich abseits von den Menschen, da er nach einem Schlangenbiss an einer großen übelriechenden Wunde am linken Fuß litt. Das Foto davon seht ihr unten. Ich war verzweifelt und glaubte nicht an eine Heilung.

Aber es kam anders: Sr. Loina, die zwischenzeitlich versetzt war, traf Peter 2024 wieder und – welch ein Wunder – die Wunde war verheilt. Zurückgeblieben war ein geschwollener Fuß mit einer empfindlich dünnen Haut und einer winzigen Wunde. Peter hatte Abitur gemacht und die Ausbildung zum Grundschullehrer begonnen. Leider fehlte der Sponsor für das Schulgeld, sodass die Ausbildung stockte. Wir sorgten dafür, dass es weiterging und jetzt im Juli beendete er erfolgreich seine Ausbildung. Eine Stelle als Lehrer zu bekommen ist die nächste Herausforderung.

Seit 2018 war die letzte Verwandte, seine Großmutter, gestorben und Peter war nun auch noch verantwortlich für zwei Geschwister. In der Sozialstation in Barpello durften sie wohnen.  Peter heiratete Stancy. Sie haben nun zwei Kinder. Mit Abschluss seiner Ausbildung endete die Möglichkeit, dort zu wohnen. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie sich mit Holzsammeln, das Stancy der Schule in Barpello verkaufte. Peter ging an den Wochenenden an seinem Studienort in Kericho in den Straßenbau. Für seinen Fuß immer eine große und gefährliche Belastung.

Was nun tun, nachdem sie die Wohnung verlassen mussten? Peter baut ein Haus. Er wandte sich an die Ältesten der Pokot-Gemeinschaft und erhielt ein kleines Grundstück zugewiesen. Dann ging es in den Wald, um Pfähle für das Grundgerüst zu schlagen. Das Dach ist Wellblech. Die Mauern werden aus Steinen und Lehm gefügt. 500 Liter Wasser mussten Stancy und seine Schwester täglich aus dem Bohrloch herbeischaffen, damit der Lehm geformt werden konnte. Die Habseligkeiten werden an Haken unter die Decke gehängt, sicher vor Mäusen. Das Schlafzimmer sind die Matratzen. Die Küche ist die Feuerstelle vor dem Haus mit dem großen Topf darauf. Als Toilette wird ein Bezirk im Busch ausgesucht. In der Fotoserie könnte ihr das Entstehen des Hauses mitverfolgen.

Ich erhielt die Bilder, als ich im Urlaub in Wales war, Landschaft und Unterkunft genoss. Ich war geschockt. Plötzlich sehe ich vor Augen, was wir alle wissen, aber auch gerne von uns fernhalten, wie unterschiedlich Menschen auf dieser unserer Erde leben! Als ich Peter vorschlug, sein Geschichte mit euch zu teilen, war er sofort einverstanden.

Sein Beispiel zeigt uns, wie Menschen um ihr Überleben kämpfen müssen, unter welch einfachen Verhältnissen sie zu leben gezwungen sind. Lasst es uns ein Ansporn sein, uns weiter für eine gerechtere Welt einzusetzen.

Alfons Nowak, 11. September 2025

Ein Haus für die Familie

Ein Haus bauen – So leben Menschen anderswo

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