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Ist es gerecht Arbeitskräfte aus Kenia zu holen?

Ist es gerecht Arbeitskräfte aus Kenia zu holen?

Ist es gerecht Arbeitskräfte aus Kenia zu holen?

Zeitungsartikel aus Kenia

Zeitungsartikel aus Kenia

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Leserbrief Paderborn in "Der Dom"

Ist es nun eine Zumutung
und eine Art Neukolonialismus,
wenn wir erwarten, dass Mütter
in anderen Ländern Kinder ge-
bären, großziehen und sie dann
an uns abgeben, anstatt dass
diese jungen Menschen ihrem
eigenen Land dienen? Forcieren
wir mit unseren Ansprüchen
nicht zwangsläufig die Not in
anderen Ländern mit der Fol-
ge weiterer Flüchtlingsströme,
Hunger und kriegerischer Aus-
einandersetzungen? Probleme
über Probleme, die mich und
meine Enkelkinder besorgt sein
lassen und die sich allein nur
mit Gottes Hilfe und im unbe-
dingten Vrertrauen auf die erneu-
ernde Kraft des Helligen Geistes
lösen lassen: Renovabis – du
wirst erneuernl Ich gehe mit!
Möge unsere Kirche nicht müde
werden, uns diese Vision immer
wieder vor Augen zu führen.

Horst Meyer, Paderborn in einem Leserbrief
in ‚Der Dom‘ zu Pfingsten.
Uns eigesandt von unserer eifrigen Förderin
Gerda Maria Menge aus Dortmund.

Artikel aus Kenianischen Zeitschriften

Daily Nation, Montag 3. Juli 2023

Daily Nation, eine der wichtigsten Tageszeitungen Kenias bringt als Aufmacher am Montag, 3. Juli, einen Bericht über den Auszug der Jugend aus dem Land auf Grund fehlender Arbeitsplätze und im Inneren einen ausführlichen Artikel. Fr. Chege hat mir Fotos des Artikels geschickt, den ich hier in Teilen übersetze und zusammenfasse.

Youth Exodus – Exodus der Jugend

Grünere Weiden – Arbeitslosigkeit und die harten Lebensbedingungen haben viele junge Menschen an den Rand der Verzweiflung gebracht und sie wollen raus. Die langen Schlangen an den Passbehörden überall im Land und am Flughafen bezeugen dies – die Jugend verlässt das Land und sucht die Erfüllung ihrer Träume im Ausland. Und die Regierung ermuntert sie dazu… – Das Außenministerium hat eine Internet Plattform installiert, um Kenianern einen direkten Zugang zu Arbeitsangeboten im Ausland zu ermöglichen.

Arbeitslosigkeit Über 3.12 Millionen Kenianer waren 2022 als arbeitslos registriert. – Kenia hat 53 Millionen Einwohner. Die meisten Menschen leben von Minijobs, vom Handel mit geringen Verdienstspannen, von kleinen und kleinsten landwirtschaftlichen Betrieben, von der Hand in den Mund. Sie tauchen in der Arbeitslosigkeitsstatistik nicht auf. 

Die Antragstellung auf einen Pass wird für viele Kenianer ein Alptraum. Es gibt einen Rückstau von mindestens 70.000 Anträgen bei der Einwanderungsbehörde. Die Behörde schafft am Tag höchstens die Bearbeitung von 700 Pässen. Im Jahr 2022 ist die Ausgabe von Pässen um 55,9 % auf 426.137 gestiegen.

173.218 Kenianer haben sich 2022 um die US Green Card über den Weg der ‚Diversity visa lottery‘ beworben. – Dieses ist ein Lotterieverfahren, das die USA eingeführt haben, um eine Vielzahl von Staaten bei der Beantragung der Einreiseberechtigung zu berücksichtigen.

Arbeitsstellen im Ausland – Präsiden William Ruto hat 400.000 Arbeitsstellen für Kenianer in Deutschland und Saudi-Arabien ‚gesichert‘. – So berichtet es die Daily Nation auf ihrer Titelseite.

Mit Kanzler Olaf Scholz habe er vereinbart, 250.000 ausgebildeten und halb-ausgebildeten Kenianern in Deutschland eine Arbeitsstelle zu besorgen. Eine Arbeitsgruppe beider Außenministerien ist dafür gebildet worden. Saudi Arabien bietet Kenia 130.000 Arbeitsplätze an. – Hier handelt es sich um Haushaltskräfte, Reinigungspersonal.

Der Artikel ist überschrieben:

Wenn die Jobs austrocknen, muss sich die Jugend woanders grüne Weiden suchen.

Mit 10 anderen Ländern, die kenianische Arbeitskräfte brauchen, sind Abkommen geplant: mit Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, den USA, Kanada und anderen Ländern. Im weiteren Verlauf wird auch berichtet, dass eine Ankündigung des kenianischen Außenministeriums von Mai, dass Kanada Job-Angebote für Kenianergemacht habe, sich als Falschmeldung erwiesen hat. – Gerade hatte mir Stephen Kagoyo, der sich in Kariua für Slum Kinder einsetzt, geschrieben, dass er sich für einen Job als Apfelpflücker in Kanada bewerben möchte.

Daneben berichtet das Arbeits- und Sozialministerium in Kenia, dass es mit sieben Ländern bilaterale Abkommen getroffen hat, um Tausenden gut ausgebildeten Kenianern sichere Arbeitsplätze zu beschaffen. In den Ländern mit hohem Einkommen gebe es einen großen Mangel an Arbeitskräften, während im scharfen Gegensatz dazu Afrika von Arbeitslosen überschwemmt sei und anständige Arbeitsstellen fehlten.

Arbeitsmigration, wenn sie gut gestaltet werde, sei in der Lage, Familien und Gemeinden zu mehr Wohlstand zu verhelfen. Ken Gichinga, Chef Ökonom am Mentoria Institut für Ökonomie sagt, er sehe zwei positive Auswirkungen der Arbeitsmigration für die heimische Wirtschaft: Junge Menschen kommen in Kontakt mit einer entwickelten Ökonomie – und lernen dadurch – und sie verdienen so viel, dass sie ihr Land durch Geldüberweisungenunterstützen. Er mahnt die Politiker, Anreize zu schaffen, damit die im Ausland gut ausgebildeten Fachkräfte nach Kenia zurückkehren und ihre Fähigkeiten und ihr Wissen hier einsetzen. Die Zentralbank hat mitgeteilt, dass die Überweisungen von Kenianern aus dem Ausland, der größte Posten in ihrer Statistik, im Jahr 20222 um 15,8 % zugenommen hat. Die Auswandererrate lag 2020 bei 5,35 Promille, 2019 5,39 Promille. Die geringere Zahl scheint der Corona Pandemie geschuldet. Jetzt rechnet man mit einem Anstieg der Zahlen.

Kritik an der Förderung der Arbeitsmigration kommt von anderen Experten, so von Professor Tom Mboya von der Maseno Universität. Er sagt, die Regierung punkte in der Öffentlichkeit mit dem Auftun von Arbeitsstellen im Ausland, ihre eigentliche Aufgabe sei aber, im Land selber Arbeitsplätze zu schaffen. „Ich habe noch nie eine Regierung gesehen, die dafür kämpft, Arbeit zu exportieren.“ „Warum wird zum Beispiel Mais importiert und es wird nichts getan, um Kenianern nachhaltige und sichere Arbeitsplätze zu verschaffen.“

Er kritisiert, dass es keine Studie darüber gebe, was der massive Exodus von kenianischen Fachkräften für die heimische Industrie bedeute. Hingewiesen wird auf den Gesundheitssektor, der unter dem Mangel an Personal leidet. Von der Regierung wird entgegnet, dass es keinen Mangel an jungen Menschen gebe und dass sich der Mangel bald auf natürliche Weise ausgleichen werde. – Eine nahezu zynische Argumentation. – Nach Mboya wird der Exodus von fähigen Menschen die Norm bleiben, solange die Wirtschaft es nicht schafft, der Masse an Arbeitskräften qualifizierte Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen.

Alfons Nowak, 7. Juli 2023

 

Fr. Chege und Francis Mbiu zu Besuch

Fr. Chege und Francis Mbiu zu Besuch

Fr. Chege und Francis Mbiu zu Besuch

Bei Alfons Nowak

Bei Jörg Sahlmann im Mineralienhandel

Fr. Chege und Francis Mbiu zu Besuch

Fr. Chege Erastus, Direktor der Bosco Boys aus Nairobi und Francis Mbiu, ein ehemaliger Bosco Boy, der mit 4 Jahren von der Polizei auf der Straße aufgegriffen worden war, waren von Mittwoch- bis Donnerstag-Abend unsere Gäste. Die Salesianer Zentrale in Bonn hatte die Beiden eingeladen. Der dritte Eingeladene, Isaac, auch ein ehemaliger Bosco Boy, hatte leider sein Visum verpasst.

Trotz aller Absprachen waren die Beiden auf ihrer Fahrt von Bonn an Recklinghausen vorbeigefahren und ich konnte sie dann in Marl-Sinsen retten. Wie passend: Der Direktor des Straßenkinder-Projektes und ein ehemaliger Geretteter wurden selbst das Objekt einer ‚Rescue‘-Aktion, sie wurden von mir von der Straße gerettet!

Wir verlebten einen komplett mit Begegnungen und Besichtigungen ausgefüllten Donnerstag! Jörg Sahlmann vom Mineralienhandel, Gründungsmitglied unseres Vereins, freute sich besonders über unseren Besuch. Sein Engagement für die Menschen in Madagaskar, hatte ihm gerade jetzt viele Hasskommentare eingebracht. Er nutzte die Gelegenheit, um mit uns ein Video zu drehen, das auf Instagram erschienen ist. Wir besuchten Andreas Rennervon der Firma Feld, auch er ein Gründungsmitglied. Meinen Nachfolgerinnnen, Anna Heidenreich und Ute Heidemann, in der Erlenpraxis in Meckinghoven statteten wir einen Besuch ab. Frau Engbert vom KIA-Autohaus gegenüber empfing uns herzlich.

Im Ludgerushaus freute sich Ilse Lau über unseren Besuch und Christel Fischer, ein treues Mitglied unseres Vereins servierte uns eine Erfrischung an diesem heißen Tag. Meine Gäste genossen den Spaziergang rund um das Hebewerk und waren begeistert von dieser technischen Meisterleistung und dem Riesenprojekt der Kanalbauten bereits vor 130 Jahren. Die kurze Zeit zwang uns leider den geplanten Besuch in der Physiotherapie-Praxis von Frank Bartsch aufzugeben. Schade! Frank ist uns ein so wertvoller Unterstützer, dem Fr. Chege gerne persönlich gedankt hätte.

Das geplante Mittagessen konnten wir durch eine Einladung zu Erdbeeren und Waffeln bei Joseph und Christel Fischer in ihrer Gärtnerei in Horneburg ersetzen. Köstlich! Die Beiden genossen es. Dann hieß es, sich beeilen; denn um 15 Uhr trafen wir uns mit Freunden unseres Vereins bei mir zu Hause. Es wurde ein wunderbarer Nachmittag mit 10 Gästen, unter ihnen Pfr. Paulus Phan und Clemens August Holtermann. Jeder stellte sich vor und erzählte von seiner Verbindung zu unserem Verein.

Fr. Chege erzählte von den Straßenjungen, wie sie die Jungen von der Straße ‚retten‘; wie die Rehabilitation verläuft, die schwierige Zeit des Drogenentzugs, durch den alle durchmüssen. Er berichtete von der oft dramatisch ablaufenden Wiederaufnahme des Kontakts mit der Familie des Straßenjungen. Für die Schilderung der schulischen Laufbahn im Internat in Kuwinda bleib kaum Zeit.

Sehr bewegend war die Schilderung von Francis über seinen Werdegang. Mit 4 Jahren hatte ihn die Polizei verlassen auf der Straße aufgegriffen und zu den Bosco Boys gebracht. Sie sind seine Familie, seine Brüder, seine Heimat geworden. Jetzt ist er als Automechaniker tätig, ist verheiratet, hat zwei Töchter, die jüngste gerade 3 Monate alt. Er engagiert sich als Kassierer in der Gruppe der Ehemaligen, die eine Stiftung gegründet haben –  BOSCO BOYS SCHOLARSHIP REVOLVING FUND – um jetzigen Bosco Boys eine Universitäts- oder technische Ausbildung nach Schulabschluss zu ermöglichen. Die ehemaligen Bosco Boys sehen darin eine Möglichkeit, etwas von dem, was sie erhalten haben, an jetzige Bosco Boys zurückzugeben.

Sehr interessiert waren unsere Mitglieder zu hören, was Fr. Chege zu der Anwerbeaktion von Fachkräften unseres Bundeskanzlers in Kenia sagt. Die meisten von uns sehen darin eine moderne Form von Kolonialismus. Für Chege entsteht bei diesem Thema eine gespaltene Gefühlslage. Jeder Abgeworbene stellt einen Verlust für die kenianische Gesellschaft dar und fehlt bei der so nötigen Entwicklung des Landes. Auf der anderen Seite gibt es viele junge gut ausgebildete Menschen, die keine Arbeit in Kenia finden. Viele junge Lehrer arbeiten bereits jetzt in den Golfstaaten. Sie sind dort als Reinigungskräfte tätig und verdienen damit wesentlich mehr, als wenn sie in Kenia als Lehrer angestellt würden.

Es fiel uns schwer, unser Gespräch zu beenden, so viele Fragen waren noch offen. Aber der Zug wartete nicht und ich war froh, dass wir 5 Minuten vor der Zeit am Bahnhof Recklinghausen eintrafen. Dieses Mal gab es kein Problem durch Verspätungen. Das Umsteigen in Duisburg meisterten die Beiden und pünktlich um 20 Uhr wurden sie in Bonn von Sabine Rittinger empfangen. Am folgenden Tag stand ein großes Programm in zwei Schulen auf dem Plan. Chege und Francis verließen uns voller Begeisterung und Dankbarkeit. Das Interesse der Menschen, die Aufmerksamkeit, mit der zugehört wurde, das Engagement für benachteiligte junge Menschen im 8.000 Kilometer entfernten Kenia hatte sie tief berührt. Dieser, wenn auch kurze Besuch hat intensive Begegnungen möglich gemacht und uns allen gezeigt, dass wir zusammen gehören, auch wenn wir unter so unterschiedlichen Bedingungen und weit entfernt von einander leben. Wir haben praktisch erlebt, was wir theoretisch schon immer wussten. Wir sind Mitmenschen, Bürger einer Erde!

Dank an alle, die dabei waren und durch ihre Teilnahme und ihr lebendiges Interesse für ein Gelingen dieses Besuchs gesorgt haben!

Alfons Nowak, 16. Juni 2023

Kenia und Taizé

Kenia und Taizé

Kenia und Taizé

Kenia und Taizé

Kenia und Taizé

Kenia und Taizé

Zwischen Taizé und meiner Bindung an Kenia und das Flüchtlingslager Kakuma besteht ein enger Zusammenhang. In dem kleinen Örtchen Taizé in Burgund, nicht weit von Chalon-sur-Saone, ließ sich 1940 der reformierte schweizerische Theologe Roger Schütz nieder. Dass Gott die Liebe ist, war seine zentrale Botschaft. Der Abschied vom ‚Strafenden Gott‘, die Versöhnung der christlichen Kirchen waren ihm Herzensanliegen. So bildete sich um ihn herum die Gemeinschaft der Brüder von Taizé, ökumenisch, international, mittlerweile mit Niederlassungen in vielen Problemzonen der Megastädte dieser Welt, auch in Pantin, einer von sozialen Problemen besonders belasteten Vorstadt von Paris.

2008 traf ich in Taizé Fr. Selvam Sahaya, einen indischen Salesianer, der bereits 17 Jahre in der Jugendarbeit in Ostafrika arbeitete. Beide wollten wir die Zeit hier schweigend verbringen,  entschlossen uns dann aber doch, miteinander zu reden. Daraus entstand eine Freundschaft, die 2013 zu meinem ersten Besuch ich Nairobi führte, wo ich am Abend meiner Ankunft gleich bedrängt wurde, man brauche mich, „einen Doktor aus Deutschland“, in Kakuma, damit ich dort ein Ultraschall­gerät reparieren solle. Das Ultraschallgerät kriegte ich nicht hin, die Bindung an Kakuma war da.

Vom 21. Mai bis zum Pfingstsonntag verbrachten Elke Thoms und ich eine Woche in Taizé. Die Erinnerungen an die Anfänge unserer Kakuma-Hilfe wurden bei mir lebendig. Gefördert wurde das Gefühl der Verbundenheit Taizé / Kenia durch zwei Kenianer, die wir hier trafen. Die eine war Phyllis, die ein Jahr in Taizé verbringt und mittlerweile bereits die Verantwortung für den Ablauf im ‚Vergnügungsviertel‘ Oyak übertragen bekommen hat. Ein alkoholisches Getränk wird pro Person abgegeben, d.h. 0,1 Liter Wein oder 0,2 Liter Cidre oder Bier. Dafür hat man genau eine halbe Stunde Zeit. In unserer Woche öffnete der Kiosk um 21.45 Uhr und schloss pünktlich um 22.15 Uhr. In der Pfingstwoche mit mehr Teilnehmern – 1.000 waren es –  wurde die Öffnungszeit um 15 Minuten bis auf 22.30 Uhr verlängert. Phyllis kam die unangenehme Aufgabe zu, die Öffnungszeit strikt einzuhalten, was darauf hinauslief, mit freundlichen aber bestimmten, sich auf keine Diskussion einlassenden Worten, den sich noch schnell Anstellenden die Tür ruckzuck vor der Nase zuzusperren.

Phyllis ist glücklich über die Erweiterung ihres Erfahrungshorizontes. Zum Jahreswechsel hatte sie am Jugendtreffen in Rostock teilgenommen und war voll des Lobes über die freundlichen Deutschen.

Phyllis und auch der zweite Kenianer, Bruder Githinji, kennen Fr. Selvam und mit beiden konnte ich Erinnerungen an Orte in Nairobi austauschen, die uns viel bedeuten. Da ist die Erinnerung an die Taizé Gemeinschaft Mji wa Furahain Nairobi, die leider geschlossen wurde und der Resurrection Garden, den Elke und ich mit Petronilla und Stephen im November besucht hatten.

Bruder Githinji ist zu Ostern in die Brüdergemeinschaft aufgenommen worden. Über Bruder Dennis konnten wir uns austauschen, einen Künstler, den ich 2013 und 14 in Nairobi kennenlernen durfte, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, mit einfachen Mitteln Schönes zu gestalten. Er verwendete Naturmaterialien und einfache Techniken. Noch heute erfreue ich mich täglich an Arbeiten, die ich damals von ihm gekauft habe. Githinjis Aufgabe ist es, den Kreuzweg im Auge zu behalten und zu reparieren, der von Dennis gestaltet wurde und auf dem Weg hinunter zur Quelle aufgestellt ist.

Zu meinem Erstaunen war er tief in die deutsche Geschichte eingedrungen. Am Jahreswechsel 2019 hatte er am Jugendtreffen in Wroclaw teilgenommen und Auschwitz besucht. Im September 2019 war er beim Jugendtreffen am anderen Ende unseres Erdballs in Kapstadt dabei und besuchte die Gefängnisinsel Robben Island, auf der auch Nelson Mandela eingesessen hatte. „Danach bin ich eine Depression geraten,“ gestand er mir. – Viele Eindrücke für einen jungen Mann aus einem armen Stadtteil Nairobis. Jetzt machte er einen ausgeglichenen und überaus glücklichen Eindruck.

Es war beeindruckend für uns, Taizé als einen Ort zu erleben, wo nicht nur darüber geredet wird, dass wir Menschen miteinander verbunden sind. Diese Lebenswahrheit bleibt hier nicht eine Sache des Kopfes oder des Glaubens. Taizé ist ein Ort, wo man die Verbundenheit untereinander praktisch lebt und erlebt. Hier wird für viele Menschen Realität, was Bruder Dennis mir 2013 sagte, als ich ihn fragte, woher er käme: „Geboren bin ich in der Schweiz. Gelebt habe ich mittlerweile in so vielen Ländern, dass ich nur noch sagen kann. Ich bin ein Weltbürger.“

Alfons Nowak

Frühschicht und Vortrag im Comenius-Gymnasium in Datteln

Frühschicht und Vortrag im Comenius-Gymnasium in Datteln

Frühschicht und Vortrag im Comenius-Gymnasium in Datteln

Frühschicht

Vortrag im Gymnasium

Vortrag im Comenius-Gymnasium in Datteln

Am 27.März 2023 war Dr. Alfons Nowak zu einem Vortrag im Comenius-Gymnasium in Datteln eingeladen. In der Erdkundestunde der 9. Klasse von Lehrer Julian Borghs sprach er über seinen Weg nach Kenia und Kakuma und stellte das Savio Club Projekt vor. Die Schüler waren sehr interessiert und voller Aufmerksamkeit dabei. Das Ende der Schulstunde ließ keine Zeit mehr, das Straßenjungen  Projekt Bosco Boys vorzustellen. – Herzlichen Dank an Herrn Borghs und das Comenius-Gymnasium!

Frühschicht in der Fastenzeit

In der Fastenzeit traf sich vom 24. Februar bis zum 31. März eine kleine Gruppe jeden Freitagmorgen um 6 Uhr in der Kirche Christus-König in Oer-Erkenschwick zur Frühschicht, einem halbstündigen besinnlichen Gottesdienst. Er stand dieses Jahr unter dem Titel ‚Zwischen Zweifel und Hoffnung‘. Die Texte waren ansprechend und auf die aktuelle Situation der Kirche ausgerichtet. Nach dem Gottesdienst frühstückte die Gruppe gemeinsam im Pfarrheim. Brötchen und Belag waren gespendet. Die Gruppe zeigte sich mit einer Spende für Kakuma erkenntlich. Die Summe von 161,40 € kam bei den 6 Treffen zusammen. – Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmern der Frühschicht für ihr Gebet und ihre Spende für unsere Savio Club Kinder.

Danke

Danke

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen unseren Spendern!

Wir bedanken uns im Namen aller, die durch die Projekte unseres Vereins profitieren!

Wir danken im Namen der Kinder, der Jungen und Mädchen des Savio Clubs, die in Kakuma und Kalobeyei Unterricht erhalten. Im Namen der Straßenjungen, die bei den Bosco Boys Heimat finden, Unterricht und Ausbildung bekommen. Im Namen der Mädchen und jungen Frauen, die bei den Bosco Girls ausgebildet werden, die hier Arbeit finden.

Wir bedanken uns bei den vielen Menschen, die selber nicht viel haben und uns mit einer regelmäßigen Überweisung per Dauerauftrag helfen! Wir bedanken uns bei allen, die uns immer wieder eine Spende zukommen lassen!

Wir bedanken uns bei einem Arzt, der nicht mit Namen genannt werden möchte und seinen Verdienst als Notarzt unserem Verein spendet!

Wir bedanken uns bei Andreas Renner und Jörg Sahlmann, die jährlich ihren Geburtstag zum Anlass nehmen, für uns um Spenden zu bitten!

Frank Bartsch lud am 9. Dezember 2022 zu einem Fest ein, anlässlich des 25-jährigen Jubiläums seiner Ergo- und Physiotherapie Praxis in Datteln. Die eingekommenen Spenden verdoppelte er zu der Summe von 1.020. Herzlichen Dank!

Wir bedanken uns bei den Angehörigen von Menschen, die unserem Verein nahestanden und die anlässlich des Todes ihrer Lieben um Spenden für uns bitten! Ich erinnere an Ruth Rhode, Gertrud Ritter, Gerd Chysky undPfarrer Werner Benölken.

Wir bedanken uns herzlich bei Pfarrer Paulus Phan aus Oer-Erkenschwick, der die Hälfte der Spenden, die er aus Anlass seines 25-jährigen Priester Jubiläums am 19.06.2022 erhielt, mit uns teilte. Die unglaubliche Summe von 4.000 € kam uns zugute!

Der Verein Step by Step aus Münster unterstützte durch Vermittlung von Dominic Adamus, Lehrer am Theodor Heuss Gymnasium in Recklinghausen, den Savio Club im September 2022 mit einer Summe von 3.000 €. Danke!

Wir bedanken uns bei Stiftungen und Firmen, die uns regelmäßig unterstützen: – Renate und Klaus-Peter Sonntag Stiftung aus Datteln  Familie Müter Stiftung aus Oer-Erkenschwick – Stiftung Jugendheim Oer-Erkenschwick – Firma GreenHouse aus Datteln in den Personen von Karl-Heinz und Christian Weber.

Im Dezember 2022 durften wir aus der Verteilung eines Erbes die riesige Summe von 10.000 €  entgegen nehmen. Danke liebe ungenannt wollende Spenderin, die du uns seit Gründung des Vereins regelmäßig hilfst!

Alfons Nowak,27.02.2023