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Kakuma und Friedland

Kakuma und Friedland

Kakuma und Friedland

Das Grenzdurchgangslager Friedland ist jedem älteren Menschen in Deutschland gut bekannt. Nach dem Krieg haben alle Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten dieses Lager durchlaufen. Später war es erste Begegnungsstätte mit Deutschland für die Aussiedler aus den osteuropäischen Ländern. In den letzten Jahren werden auch Flüchtlinge aus anderen Weltregionen, die geplant nach Deutschland kommen, hier aufgenommen. Darunter waren auch Menschen, die aus Kakuma kamen.

Die Leiterin des seit 2016 bestehenden Museums Friedland, Piritta Kleiner, hat mit uns Kontakt aufgenommen, weil sie auch an dieses große Flüchtlingslager Kakuma und die Schicksale der von hier ausgesiedelten Menschen erinnern will. Mit dem aus Äthiopien nach Kakuma geflüchteten Journalisten Tolossa Asrat hatte sie bereits Kontakt. Durch die Reise von Elke Thoms und mir nach Kakuma im November 2022 ergab sich die Möglichkeit, Geschenke zwischen Frau Kleiner und Herrn Asrat auszutauschen. Gleichzeitig konnte ich über unsere Supervisorin Lucy einige Erinnerungsstücke aus dem Lager für Frau Kleiner mitbringen. Lucy hatte mit den Kindern darüber gesprochen und sie haben mit Begeisterung für Friedland gemalt. Einige haben ihre liebevoll in Kartonpappe eingeschlagenen Schulhefte Lucy geschenkt und ich konnte sie an Frau Kleiner weiterleiten, die ihnen in der von ihr geplanten Ausstellung einen Platz geben wird.

Alfons Nowak, 23.02.2023

Neugestaltung Don Bosco Zentrum Kakuma

Neugestaltung Don Bosco Zentrum Kakuma

Seit 2013 besuche ich das Flüchtlingslager Kakuma. Seit 1992 sind die Salesianer in Lager anwesend und haben das Don Bosco Zentrum aufgebaut. Lehrer und Ordensgemeinschaft wohnen hier. Ein großes handwerkliches Ausbildungszentrum wurde geschaffen. Die Verwaltungs­­gebäude, die Kirche, ein Basketballplatz sind hier. Um das Zentrum herum schlängelt sich der Fluss, Laga genannt. Meistens erlebte ich ihn als trockenes Flussbett. Wenn es geregnet hatte, versperrte er eine Zufahrt zum Zentrum. Jedes Jahr konnte ich bei meinen Besuchen sehen, dass der Fluss sich wieder näher an das Zentrum vorgewühlt hatte. 2019 war es dann so weit, dass die ersten Werkstätten ins Flussbett stürzten. Hier das Zitat aus einem Brief von Fr. Jose vom 10.05.2021:

„Uns geht es gut hier, wären nicht die Fluten des Laga-Flusses. Die Fluten haben uns erneut heim­gesucht und jetzt unseren Englisch-Klassenraum erwischt. Vorher hatten wir, was eben möglich war, aus dem Gebäude herausgeholt. Die Bleche vom Dach, die Metallstreben und die Ziegel haben wir gerettet. Jetzt liegt das Gebäude am Boden. Langsam, wegen der Regenfälle, bauen wir ein Gebäude nach dem anderen ab. Natürlich nutzen wir alles und bauen damit ein neues Zentrum in Kakuma IV auf, nahe der St. John Bosco-Kapelle. Langsam nimmt es Formen an…

Auch viele Flüchtlinge haben durch das Wasser ihre Hütten verloren. Viele sind in Schulen unter­gebracht und das UNHCR, das Flüchtlingswerk der UNO, bemüht sich, sie an anderer Stelle hier im Lager oder in Kalobeyei unterzubringen.“

 

Nachdem die Salesianer Gemeinschaft eine Woche lang von den Fluten in ihrem Zentrum einge­schlossen war, waren die letzten Zweifel genommen, dass sie ihr schönes Zentrum aufgeben mussten. Die Kommunität ist mittlerweile in das unabhängig von der Flut neu errichtete Ausbildungs­zentrum in Kakuma Stadt umgezogen. Zum Arbeiten fahren sie tagsüber in das verbliebene Don Bosco Zentrum im Lager. Zwei Mitglieder bleiben nachts dort, um es nicht allein zu lassen.

Das Don Bosco Zentrum im Lager, jetzt Don Bosco 1 genannt, ist zu einem Viertel durch die Attacken des Flusses zerstört. Weiter draußen an der St. John Bosco-Nebenstation, jetzt Don Bosco 4, hat man Räume für Englisch- und Computer-Kurse geschaffen. Werk­stätten für Schweißen und Schneidern sind entstanden. Eine Autoreparatur-Werkstatt ist in Planung. Im bisherigen Zentrum sind noch die Werkstätten für Maurer, Elek­tri­ker und Installateure geblieben. Die Verwaltungs­ge­bäu­de, die Kirche und damit die Räume für den Savio Club können weiter genutzt werden. Don Bosco 2 ist ein kleines Zen­trum, wo Landwirtschaft betrieben und gelehrt wird, Don Bosco 3 sind einige Container für Computer Kurse. Das neue Aus­­­­­bil­­dungs­zentrum in Kakuma-Stadt für Turkana und Flüchtlinge heißt Don Bosco Kakuma, DBK. Es wird gut ange­nom­men und bietet Kurse in 6 Bereichen: Computer, Buchhaltung und Finanzwesen, Solar Technik, Installationshandwerk und Mauern.

Bei unserem Besuch im November 2022 konnten Elke Thoms und ich im Zentrum im Lager wohnen. Die zuführende Straße führt nahe an der Abbruch­­kante zum 6 Meter tiefer liegenden Flussbett vor­bei, aber wir fühlten uns sicher. Beim traditionellen Morgenappell am Montagmorgen konnten wir 400 Studenten begrüßen. Die Holy Cross Gruppe des Savio Clubs trifft sich weiter in der Kirche. Unser Fest konnten wir mit allen 1.200 Kindern hier feiern.

 

Alfons Nowak, 22.02.2023

Besuch in Kenia im Herbst 2022

Besuch in Kenia im Herbst 2022

Vorträge

Vorträge

Vorträge

Um den Verein bekannt zu machen und um für Spenden zu werben, hält Dr. Alfons Nowak Vorträge. Als Mitglied der KAB Oer-Erkenschwick hatte er bei der Barbara Feier 2013 in diesem Kreis das erste Mal über seine Verbindung nach Afrika erzählt. Dieser Vortrag hat die Vereinsgründung entscheidend veranlasst. Regelmäßig ist er hier eingeladen, das Neueste aus Kenia und Kakuma zu berichten.

 

  1. Oktober 2021 kam es zu einer besonderen Einladung nach Henrichenburg, wo Kathrin Hasbach zu einer Abschieds Charity einlud. Kathrin gab die Leitung ihrer Zumba Fitness Gruppe ab und bat aus diesem Anlass zu Spenden für unseren Verein. Es war eine tolle Veranstaltung, schweiß­treibend, aber mit viel Spaß verbunden.

 

Am 20. Mai 2022 sprach Alfons Nowak vor dem Leistungskurs Erdkunde im Gymnasium Werne. Die Klasse hatte sich mit ihrer Lehrerin, Laura Nowak, einer Nichte von Dr. Nowak, im Unterricht länger mit Entwicklungsländern beschäftigt, auch mit Kenia und hatte sich die Merkmale verschiedener Entwicklungs­projekte angesehen. Da passte es wunderbar, dass Alfons Nowak die Projekte – Savio Club – Bosco Boys – Bosco Girls und das Kleinkredit Projekt DONUM vorstellen konnte. Diese sind Projekte, die unterschiedlich aufgebaut sind und verschiedene Ziele verfolgen. Die beiden Unterrichtsstunden vergingen wie im Fluge und machten allen Beteiligten viel Freude. Das Gymnasium Werne berichtete auf seiner Instagram Seite davon. Dort hatte man aus Alfons Nowak einen Entwicklungshelfer gemacht, der er hoffentlich auch ist.

 

Am 6. September 2022 sprach Dr. Nowak zu den Mitgliedern der CDU-Senioren Union in Datteln und am 22. September zur Kolping Familie Oer-Erkenschwick. Das Interesse der Zuhörer war sehr groß. Sie hörten gebannt zu. Es entwickelten sich lebhafte Gespräche über die Situation der Kinder im Savio Club in Kakuma und über die Straßenjungen bei den Bosco Boys in Nairobi. Beide Gruppen bedankten sich mit einer großzügigen Spende bei Dr. Nowak.

 

 

Am 17. Januar 2023 war Alfons Nowak wieder in Werne zu Gast. Vor einer Klasse 9, 13- 15-jährige Schüler/innen, sprach er über seinen Weg, der ihn nach Kenia und Kakuma geführt hatte und die Entwicklung der Projekte, die sich daraus ergeben haben. Er konnte den Vortrag mit Fotos und Erlebnissen der gerade zurückliegenden Kenia Reise vom November untermalen. Die Schüler interessierte besonders, wie unterschiedlich die Menschen im Vergleich zu uns dort leben.

Dr. Alfons Nowak

Senioren Union

Kolping Familie

Leistungskurs Erdkunde